Häufige Fehler

Ein Unternehmen aus dem Nichts zu erschaffen, ist eine große Herausforderung und stellt den Gründer vor eine Vielzahl von Problemen. Durch den Druck schnell Entscheidungen treffen zu müssen und durch unternehmerische Unerfahrenheit entstehen dabei zwangsläufig Fehler. Während einige Fehler unbedeutend und teilweise sogar unvermeidbar sind, können andere Fehlentscheidungen Ihr gesamtes Unternehmen gefährden.

Halten Sie sich jedoch eines immer vor Augen: Sie sind nicht der Erste, dem diese Fehler zu unterlaufen drohen und Sie werden auch nicht der Letzte sein. Wichtig ist nun aus dieser Erkenntnis die richtige Konsequenz zu ziehen. Alle Gründer sehen sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Lernen Sie aus den Fehlentscheidungen anderer und vermeiden Sie so die häufigsten Fehler bei einer Unternehmensgründung.

 

1. Rechtliche Beratung

Viele Gründer verzichten auf die Hinzuziehung eines Anwalts wegen der damit verbundenen Kosten. Bei eigenen rechtlichen Vorkenntnissen, bei intensiver Recherche oder bei kleinen Unternehmensgründungen ohne besondere Schwierigkeiten, kann die Beratung durch einen Anwalt entbehrlich sein. In den übrigen Fällen wiegen die Vorteile einer rechtlichen Absicherung die dabei entstehenden Kosten auf. Sparen Sie also nicht am falschen Ende.

 

2. Informationsaustausch

Jeder hat kleinere Fehler und Schwächen derer er sich schämt und die er nach Möglichkeit vor anderen verbergen möchte. Dass sich diese kleinen Fehler und Schwächen auch in der Unternehmensverwaltung niederschlagen kann dabei vorkommen. Doch während die Verheimlichung persönlicher Unarten meist keine Folgen nach sich zieht, kann dieses schon bei kleineren Mängeln in der Unternehmensverwaltung anders aussehen. Ein erfolgreiches Unternehmen entsteht meist durch die vereinten Bemühungen vieler. Eine offene Kommunikation mit den Menschen, mit denen Sie eng zusammenarbeiten, ist dabei unerlässlich. Riskieren Sie nicht Geschäftspartner, wichtige Mitarbeiter oder neue Geschäftsmöglichkeiten durch einen lückenhaften Informationsaustausch zu verlieren.

 

3. Dokumentenverwaltung

Bei der Gründung eines Unternehmens nehmen sich die meisten Unternehmer zwei Grundsätze vor:

1. Jedes Dokument wird vor dem Unterschreiben sorgfältig durchgelesen werden.

2. Alle wichtigen Dokumente werden abgeheftet und aufbewahrt.

Die Einhaltung dieser Grundsätze scheint auf den ersten Blick nicht schwierig zu sein. Allerdings ist die sorgfältige Archivierung von Dokumenten und das Lesen jeder Vertragsklausel eine zeitaufwändige Angelegenheit, die im Alltagsstress schnell in Vergessenheit gerät. Bei einem solchen Mangel an Sorgfalt kann es jedoch leicht passieren, dass ein wichtiger Absatz eines Vertrages übersehen wird oder dass ein Dokument, das zum Beweis einen Anspruchs notwendig wäre, verloren gegangen ist. Auf diese Weise kann Ihre eigene Nachlässigkeit Ihrem Unternehmen einen erheblichen Schaden zufügen. Sollte Ihnen Ihr Terminplan keine Zeit für eine ordnungsgemäße Dokumentenverwaltung lassen, delegieren Sie diese Aufgabe besser an einen Mitarbeiter statt sie zu vernachlässigen. 

 

4. Professionelle Hilfe

In seinem Unternehmerdasein stößt jeder Gründer früher oder später auf ein Problem, das er nicht alleine lösen kann und bei dem er deshalb die Hilfe eines Experten in Anspruch nehmen muss. Leider gibt es in jeder Professur auch schwarze Schafe. Insbesondere, wenn aufgrund fehlender eigener Kenntnisse der Thematik die Professionalität des vermeintlichen Experten nur schwer eingeschätzt werden kann, ist es wichtig Vorsicht walten zu lassen. Lassen Sie sich bei der Auswahl des richtigen Experten Zeit, fragen Sie Geschäftspartner nach ihren Erfahrungen und informieren Sie sich im Internet. Der Preis bildet dabei nicht immer eine Garantie für gute Leistungen. Es wäre sehr ärgerlich für einen durch fehlerhafte Beratung entstandenen vermeidbaren Fehler auch noch bezahlen zu müssen.

 

5. Schutz des geistigen Eigentums

Der Schutz des geistigen Eigentums auf dem eine Firmenidee basiert ist von essentieller Bedeutung. Auch Innovationen, Veränderungen und Verbesserung müssen vor dem Zugriff Dritter gesichert werden. Es muss genau kontrolliert werden an wen die Idee wie und zu welchem Zeitpunkt weiter gegeben wird. Entscheidend ist dabei jedoch das richtige Maß zu halten. Zu hohe Sicherheitsanforderungen können Ihr gesamtes Unternehmen lähmen und das Wachstum hemmen. Vertragsklauseln können dabei helfen Ihr geistiges Eigentum zu schützen und es dennoch wirtschaftlich effektiv zu verwerten. Es gilt daher: Bauen Sie Zäune und keine Mauern.

 

6. Geschäfte mit Freunden

Geschäfte mit engen Freunden oder der Familie sind immer eine sensible Angelegenheit. Umso mehr gilt dieses für die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens. Auch wenn es viel Vorteile hat die Firma mit einem seit Jahren vertrauten Menschen zu gründen, sollte dieser Schritt gut überlegt werden. Aus der Tatsache, dass zwei Menschen privat auf einer Wellenlänge sind, folgt nicht zugleich, dass Sie auch auf geschäftlicher Ebene übereinstimmen. Bei engen freundschaftlichen oder familiären Bindungen kann es insbesondere schwierig sein eine professionelle Basis für die berufliche Zusammenarbeit zu finden. Im Gegenzug wird die Entwicklung des Unternehmens Einfluss auf die private Beziehung nehmen. Die Trennung der beiden Ebenen ist dabei fast nicht möglich. Sie müssen somit sorgfältig die positiven und negativen Aspekte einer Partnerschaft abwägen und abgestimmt auf Ihre individuelle Position entscheiden welche Aspekte überwiegen.