Die richtige Altersvorsorge

Um im Alter nicht mittellos zu sein, ist die frühzeitige Wahl einer geeigneten Vorsorge entscheidend. Während sich die Frage nach einer Grundvorsorge für den Ruhestand in einem Angestelltenverhältnis nicht stellt, müssen sich Selbstständige intensiv mit diesem Thema befassen.

Neben den privaten Rentenversicherungen bietet auch die gesetzliche Rente mehr und mehr Anreize für den selbstständigen Unternehmer. Ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend sollten Sie daher beide Vorsorgemöglichkeiten gründlich prüfen und schon während der Gründung Ihres Unternehmens an die Zukunft denken.

 

Die private Rente

Neben der "klassischen" privaten Vorsorge ist für Selbstständige insbesondere der Abschluss einer sogenannten Rürup-Rente oder Basisrente von Interesse. Der größte Vorteil dieser kapitalgedeckten Rente liegt in der steuerlichen Begünstigung, wobei zwischen Anspar- und Rentenphase unterschieden wird.

Die Vor- und Nachteile der Rürup-Rente im Überblick:

 

Vorteile

Nachteile

Steuerliche Förderung

  • Die Beiträge können anteilig von der Steuer  abgesetzt werden

Besteuerung der Auszahlungen

  • Die Rentenzahlungen müssen mit dem   persönlichen Steuersatz versteuert werden

Flexible Einzahlung

  • Die Beitragshöhe kann je nach Erfolg des Geschäftsjahres variiert werden
  • Es besteht kein Mindestbeitrag

Keine Einmalzahlung

  • Das angesparte Kapital kann nicht durch eine einmalige Zahlung ausgeschüttet werden.
  • Selbst bei Kündigung erfolgen Leistungen erst ab dem Rentenalter

Sicherheit

  • Das Kapital kann nicht gepfändet werden und bleibt bei einer Insolvenz außer Betracht
  • Es erfolgt keine Anrechnung auf das Arbeitslosengeld II

Hinterbliebenenschutz

  • Das Kapital fällt im Todesfall der Versicherungsgemeinschaft zu
  • Hinterbliebenenschutz muss gesondert vereinbart werden

Lebenslange Absicherung

  • Die Zahlungen erfolgen garantiert lebenslänglich

 

Bedingungen

  • An den Abschluss eines Vertrages werden keine erhöhten Bedingungen gestellt

 

 

 

Die gesetzliche Rente

Die gesetzliche Rente finanziert sich grundsätzlich durch ein Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die Einzahlungen der beitragszahlenden Mitglieder in Form von Renten an die sich im Ruhestand befindlichen Mitglieder wieder ausgezahlt werden.

Teilweise besteht auch bei Selbstständigen eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Betroffen sind hiervon insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

Versicherungspflichtig sind laut der deutschen Rentenversicherung:

  • Handwerker und Hausgewerbetreibende
  • Lehrkräfte (bei einem Verdienst über 450 € monatlich)
  • Erzieher
  • Beschäftigte in der Pflege
  • Hebammen und Entbindungspfleger
  • Seelotsen
  • Künstler und Publizisten
  • Personen, die überwiegend nur für einen Auftraggeber tätig werden

 

Daneben besteht für nicht versicherungspflichtige Tätigkeiten die Möglichkeit sich freiwillig bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu versichern. Inwieweit diese Option für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrer bisherigen Form der Vorsorge, Ihren familiären Verhältnissen sowie Ihrer geplanten Tätigkeit ab.

Die Vorteile einer gesetzlichen Rente sind insbesondere:

  • Festlegung der Höhe der Beitragszahlungen
  • Jederzeitige Beendigungsmöglichkeit
  • bereits erworbene Ansprüche werden aufrechterhalten und aufgestockt